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Mehr Unabhängigkeit durch z.B. Ubuntu Linux


Meine Daten und meine Arbeiten auf meinem Desktop-Computer. Er läuft mit einem freien Betriebssystem, das sich gut installieren lässt und bei dem die Sicherung auch richtig funktioniert.

Der entscheidende Punkt ist dabei nicht Ubuntu, sondern Linux. Wer damit oder einem anderen freien OS bereits unterwegs ist, erfährt hier nichts Neues.

Wer allerdings mit Windows von Microsoft unterwegs ist, den möchte ich ermuntern, beispielsweise Ubuntu Linux kennenzulernen.

Allerdings muss ich gleich voraus schicken, dass ich bei einem möglichen Umstieg keine Hilfe bin. Denn ich habe seit meinem eigenen Umstieg 2014 nie wieder Probleme gehabt und musste mich daher auch nicht unnötig mehr damit befassen.
Wichtig ist nur, dass die Festplatte wirklich heil ist.
Der Rechner ist einfach mein Werkzeug und nicht selbst "die Hauptperson".

Freie, überprüfbare Software, deren Anbieter nicht möglicherweise hintenherum Daten über mich sammelt, mich zu steuern und zu kontrollieren versucht, ist eine feine Sache. Sie weiß ich sehr zu schätzen, nach meinen früheren Erfahrungen.

Mein erster PC

In meiner Ausbildung zur Lehrerin, Heim- und Pflegedienstleitung, hatte ich gegen Ende einen kurzen Erstkontakt mit einem PC. Schwarz, mit grüner, oder gelber Schrift.

Kaum wieder berufstätig, sparte ich mir solch ein Gerät zusammen, denn ich hatte Pläne. Ging in eines dieser neuen Geschäfte und kaufte mir solch ein Gerät. Dem Verkäufer erzählte ich begeistert, dass ich programmieren gelernt hätte.

Nun, fragte er, was ich noch so auf dem Rechner haben möchte. Ja schreiben möchte ich und Tabellen wolle ich anlegen. Bis der Rechner bestück war, schleifte ich schon mal einige Pfund Bücher zu DOS, Word für DOS und DBASE nach Hause.
Beim Durchblättern dämmerte mir endlich, dass ich nicht programmieren kann.
Was ich gelernt hatte, das war das simple Anlegen einer Schülerdatei. Wenigstens hatte sich inzwischen das Erscheinungsbild geändert, freute ich mich, als der Rechner kam. Es gab eine graphische Oberfläche.

Betriebssystem frisst Hardware

Natürlich nicht wortwörtlich, soll nur dramatisch klingen. Denn dramatisch war tatsächlich, wie von MS-DOS, zu Win 3.1. über Win95 bis Win XP und darüber immer höhere Ansprüche an Speicherplatz, Leistung und dazu passende Hard- und Software gestellt wurde.

Wäre ich IT-lerin oder zumindest einiges jünger, hätte ich mir viele Stunden sparen können. Wenn etwas nicht funktionierte, wenn es zahllose Abstürze gab. Dann hätte ich eher bemerkt, dass so manche Version viel zu früh frei gegeben und unsereins zum debuggen her halten sollte.
Und diese jahrelange begleitenden Sorge, dass übers Netz sich Ungeziefer einnisten könnte.

Wenigstens wich ich, wann immer möglich, auf freie Software aus. Denn ich hegte früh schon den Wunsch, mich von Microsoft zu trennen, sobald es mir gelingen sollte, auf Linux zu wechseln.

Einer der Höhepunkte an Firmenarroganz war mein Fehlgriff auf Jornada 820. Ich hatte mir das neckische Netbook gegönnt, um damit im Zug zu arbeiten. Wie enttäuscht war ich, dass ich wegen diesem fest verbauten WIN CE eben nicht so arbeiten konnte, wie ich wollte. Es ließ sich nicht so einfach eine für mich nützlichere Software installieren. Ich wollte produzierte Dateien mit formatierten Texten husch-husch verlustfrei zwischen Netbook und PC hin- und herschieben können. Es tat sich da auch nix. Microsoft hat sich plötzlich einfach auf ein anderes mobiles Betriebssystem konzentriert. Und ich saß da mit einem super schnell startenden 1.800 Euro-Teil da, das für mich zu nichts zu gebrauchen war.

Als ich mich mit Verlag und Versandbuchhandel selbständig machte, wollte ich einen seriösen Rechner mit separat gekaufter Software. Da damals unter Linux aber Elster noch nicht lief und auch keine für mich geeignete Buchführungssoftware, biss ich nochmals in den Sauren Apfel und und kaufte mir Windows 2000.
Doch der Ärger wuchs. Immer wieder diese Crashs. Dann diese Gängelung, bei Neuinstallation, zur Produktaktivierung erst jedes mal anrufen zu müssen.
Da ich mit Windows XP "zufriedener" war, wechselte ich resigniert dort hin zurück.

...


... Fortsetzung

Umstieg auf Ubuntu

Dann kam das Jahr 2014. Microsoft machte ernst damit, Windows XP nicht mehr weiter zu entwickeln und zu supporten.

Und wie viele andere auch, machte ich Ernst damit, zu Linux zu wechseln.

Frühere Versuche mit Knoppix und Suse Linux waren schief gegangen. Aber inzwischen gab es eine sehr gut aufgebaute, deutschsprachige Plattform für Ubuntu.

Installation und Updates

Da ich sowieso einen neuen Rechner brauchte, kaufte ich mir einen, auf dem Ubuntu schon installiert war.

Jährlich kommt eine neue Hauptversion heraus, die dann noch vier Jahre supportet wird. Da ich mir die Vorbereitungen noch nicht zutraute, aber die neue Version wollte, kaufte ich bei einem Händler einen fertig vorbereiteten live-Stick. Damit klappte die Installation einwandfrei. Also habe ich das im nächsten Jahr genau so gehandhabt.

Dann wurde ich mutiger. Sicherte, wieder alles, führte aber die Installation alleine nach dem angebotenen Download durch. - Ebenfalls kein Problem. - Möglicherweise wurde das Verfahren von den Ubuntuusern inzwischen auch weiter vereinfacht.

Es gibt ein paar Dinge, die man neu lernen muss. Beispielsweise dass ein Programm nicht eine .exe-Datei ist. Aber das Ganze hält sich wirklich im Rahmen. Rückwirkend möchte ich diesen Umstieg gefühlsmäßig sogar vergleichen mit der erstaunten großen Erleichterung vom Tabakrauchen aufs Dampfen umgestiegen zu sein.

Weitere Software

Bei Ubuntu ist ja bereits eine Grundausstattung dabei. Weitere Software, ihre Installation und Nutzung, darüber kann man sich bei den Ubuntuusers im Wiki informieren.

...


... Fortsetzung

Sicherheit

Sicherheit umfasst die Datenherrschaft. Also den

  1. Schutz der Privatsphäre vor Ausspähen
  2. Sicherung der eigenen Datenbestände vor ungewolltem Verlust.

Privatsphäre schützen

Wichtige Anlaufstellen, welche Software geeignet ist und wie man beispielsweise Mozilla und Thunderbird bestmöglich für sich einstellt, ist das Privacy-Handbuch und in Verbindung damit natürlich Blog und Forum von Mike Kuketz. Sowohl vom Handbuch, also auch von Mikes Blog habe ich die Feeds abonniert.

Sicherung des PC

Damals, mit Windows, war das ein ewiges Drama. Nach jedem Crash versuchte ich, besser vorzubeugen. Und wollte ich dann vom Backup eine Rekonstruktion durchführen, hat doch wieder alles nicht so geklappt, wie erwartet. Unter Ubuntu Linux ist die Sicherung wirklich einfach. Und die Rekonstruktion funktioniert ohne Probleme.

Datenbanken - Stick

Zur Schonung der Festplatte sind größere Datenbestände z.B. Bilder, Videos und Hörspiele nicht mehr auf der Festplatte, sondern auf einem größeren Stick (128 GB), den ich erst bedarfsweise einstecke.
Denn warum soll der Rechner immer beim Hochfahren all diese Daten einlesen müssen? Vielleicht brauche ich an diesem Tag gar nichts daraus. Falls doch, dann sind sie immer noch ruckzuck eingelesen.

Je weniger Daten vom Rechner regelmäßig per Backup gesichert werden müssen, desto schneller

Täglich: Home Backup

Fürs tägliche Backup des persönlichen Verzeichnisses (home) nutze ich Déjà Dup.

Ich verwende für dieses Backup einen robusten, nicht allzu großen Stick (32 GB).
Einem guten Stick macht wohl das häufige Benutzen wenig aus und er ist somit für die tägliche Kleinsicherung ideal.

Für dieses Backup habe ich anhand der Anleitung ein mal gründlich festgelegt, welche Daten von der Sicherung ausgeschlossen werden sollen.
Das bedeutet, dass ich mir im Alltag beim Speichern von Daten gleich genauer überlege, wohin sie sollen. Ob ich auf sie verzichten könnte oder ob sie mit gesichert werden sollen.

Nach der ersten Sicherung geht alles weitgehend vollautomatisch:
Es erscheint die Erinnerungsmeldung ("Sicherungsbackup verschoben" oder so ähnlich)
Dann einfach den dafür vorgesehenen Speicher-Stick einstecken.
Déjà Dup erledigt seinen Job schnell und komfortabel im Hintergrund.
Meldet das Programm, dass es fertig ist, dann das Laufwerk aushängen.
Wichtig: Nicht einfach den Stick abziehen, sondern warten, bis gemeldet wird, dass der Stick entfernt werden kann.

Platzproblem (Bug?)

Leider ist der Sicherungszeitraum sehr lang. Irgendwann innerhalb des Mindestzeitraums von einem halben Jahr ist dann bei mir der Sicherungsstick voll.
Es kommt zu irreführenden Fehlermeldungen, die verschwinden, falls man eine Erstsicherung auf einem leeren Speicher durchführt.

Monatlich: System Backup

Wer ein mal frisch seinen Rechner wieder aufbauen musste, weiß um die Arbeit, sich das Umfeld wieder entsprechend zu rekonstruieren.
Um mir diese Arbeit möglichst zu ersparen, führe ich etwa wöchentlich ein reines Systemback durch.

Das "Erstellen eines neuen Wiederherstellungspunktes" geht relativ zügig, weil das Home-Verzeichnis nicht mit gesichert wird.

Fürs Systembackup nutze ich eine externe Festplatte, die noch gut in Schuss ist, für die ich sonst aber keine Verwendung wüsste.

Daten auf externen Festplatten können zwar ca. 30 Jahre halten, aber nur, wenn solche Platten nicht ständig an- und abgeschaltet werden. Also für die weniger häufige Systemsicherung ist die Festplatte damit optimal, zumal sie schneller zu beschreiben ist, als ein Stick. (Obwohl ich auch schon anderes gelesen habe)

Feuerprobe bestanden

Da meine Festplatte ersetzt werden musste, konnte durchspielen, ob mein Sicherungskonzept richtig funktioniert.
Innerhalb von zwei Stunden war ganz gemütlich und entspannt:

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... Fortsetzung

Notizbuch

Das Desktop Wiki ZIM von Jaap Karssenberg ist übersichtlich, praktisch und hat eine schnelle Suchfunktion.

Darin findet alles seinen Platz: von der Bezeichnung der verschiedenen Knopfzellen für der Armbanduhren über Lebensmittellagerung und Rezepte etc.
Einfach notieren, notieren, notieren. Ordnung wächst mit dem Tun. Man kann Seiten umbenennen, Unterseiten verschieben und wenn ein Bereich größer geworden sein sollte, kann man daraus auch leicht einen Teil abspalten als weiteres Notizbuch. Der Wechsel zwischen den Notizbüchern ist mit dem PlugIn Trayicon komfortabel gelöst.

Wie oft war ich schon froh, wenn ich auf eine kleine Anleitung zurück greifen konnte
für Dinge, die selten anfallen,
oder ich durch Erfahrungen gewarnt wurde, wie man etwas besser nicht macht.

Solch eine Notiz muss nicht aus viel Text bestehen.
Ein passender Screenshot (Bidschirmfoto) ist schnell gemacht und eingebunden.
Auch ein Screencast mit einem Bildschirm-Rekorder ist schnell aufgenommen und kann einem umständliche Schreiberei ersparen.

Kalender

Was nützt ein gut geführter Kalender mit Aufgabenmanagement und wiederkehrenden Terminen, wenn er plötzlich weg ist, weil die neue Version des eMailprogramm und das damit verheiratete Kalenderprogramm nicht mehr harmonieren?

Nach solchen Erfahrungen lege ich Wert auf ein separates Kalenderprogramm. Mit Rainlendar bin ich bereits seit Jahren sehr zufrieden.

Je nach Arbeitsweise, kann für ein umfassendes Aufgabenmanagement z.B. nach David Allens Getting Things Done auch Zim mit dem PlugIn Journal genutzt werden.

Praktischer Briefgenerator

Wer sehr selten Briefe schreibt, kann der Aufschieberitis (Prokrastination) entgehen, indem er den Brief im gewohnten Browser schreibt, anstatt im eher fremden Textverarbeitungsprogramm.

Kim-Christian Meyers minimalistischen Brief-Generator kann man sich downloden, entpacken, die index.html im Browser starten und kommt so ganz leicht zu einem sauber vorformatierten Brief, den man ausdrucken und als PDF speichern kann.
Ich habe jeweils für meinen Mann,
für mich
und für uns beide gemeinsam
entsprechend benannte html-Seiten angefertigt, in denen die jeweiligen Absenderinfos schon angepasst sind.

GNU Image Manipulation Program

Für die Grafikformate JPG, GIF und PNG sowie ico nutze ich GIMP, einschl. der praktischen Erweiterung G'MIC.

Bild zuschneiden mit Gimp

Bildschirmfoto zuschneiden
Screencast zum Anfertigen und Zuschneiden eines Screenshots sowie Skalieren mit Gimp.

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... Fortsetzung

🎬 Video

Videos kann man per Kamera oder per Bildschirmrekorder aufnehmen.

Programm zur Videobearbeitung

Zur Videobearbeitung nutze ich OpenShot
und dafür wegen der Effekte wird noch Blender benötigt.

🎥 Bildschirm-Rekorder

Zum Anfertigen von Screencasts habe ich mir Vokoscreen installiert. Inzwischen gibt es eine neue Version unter der Bezeichnung vokoscreenNG, die ich mir allerdings noch nicht installiert habe. Folgende Hinweise beziehen sich also noch auf Vokoscreen.

Für die Screencasts nutze ich ein simples Tischmikrofon, das ich bedarfsweise per USB anschließe

Einstellungen

Screen: Vollbild, 1920x1080
Mikrofon: Pulse AK5370 I/F A/D Converter
Frames: 40; Videocodec mpeg4; Format mkv; Audiocodec libmp3lame
Vokoscreen bei Aufnahme minimieren
Im Systemtray anzeigen.

Tastenschlüssel

Aufnahme starten, Strg (Cotrol) + Shift + F10
Aufnahme stoppen: Strg (Cotrol) + Shift + F11 Wichtig: nicht zu schnell beenden, sonst fehlt ein Stück ;-)

 
Pause: Strg (Cotrol) + Shift + F12 (vielleicht nützlich, wenn es klingelt)
 
Lupe ein- und ausblenden mit Strg (Cotrol) + Shift + F9
 
Die Tastenschlüssel habe ich mir auf einen Zettel notiert, der dann vor mir liegt, damit ich bei der Aufnahme weiß, wo ich klicken muss.

Startleiste verstecken

Damit der Zuschauer später nicht Unnötiges erfährt, soll die seitliche Startleiste (Docks) - während der Aufnahme - nicht zu sehen sein. Einstellungen - Darstellung - Automatisches Ausblenden aktivieren.

Zoomen

Um die Ansicht bei Bedarf per Tastenschlüssel vergrößern und wieder verkleinern zu zu können, brauche ich Compiz CCSM
Unter Barrierefreiheit "Enhanced zoom Desktop" habe ich mir festgelegt:
fürs Vergrößern die Tastenschlüssel Shift und Windows (Supertaste)
fürs zurücksetzen die Shift und Alt

Auffälliger Mauszeiger

Bei den Ubuntuusers gibt es Infos zum Mauszeiger generell. Um Mauszeigerdesign usw. festzulegen, muss das Unity Tweak Tool installiert werden. Damit Zuschauer später leichter nachverfolgen können, wo der Mauszeiger tätig ist, wird er gelbtransparent unterlegt. Dazu ist ein neues Maustheme nötig. Rare Aero W7 habe ich herunter geladen, entpackt und mit Rootrechten abgelegt unter /usr/share/icons/
Unter Optimierungen - Erscheinungsbild -> Mauszeiger das Rareaerow7 festlegen.

Screenkey

Damit man ggf. in der Aufnahme eines Tutorials die verwendeten Tastenschlüssel sehen kann, habe ich mir Screenkey installiert, obwohl ich bei Ubuntuusers dazu nicht fündig wurde (also gut überlegen, ob man das wirklich machen möchte).

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8
 
sudo apt update
 
sudo apt install screenkey fonts-font-awesome

Ich nutze Screenkey nicht bei jedem Video. Man muss von Fall zu Fall vielleicht abwägen, ob die Darstellung nützlich oder eher irritierend wäre. - Aber gut, dass ich es habe.

Video-Format umwandeln

Zum Umwandeln aus dem Matroskaformat nutze ich den Transmageddon Video-Umwandler
Transmageddon wandelt die Datei aus dem Matroskaformat (mkv) des Vokoscreen um
z.B. MPEG4 (mp4)
* Audio-Codec: MPEG-4 AAC
* Video-Codec: H.264

mp4 schrumpfen

Das oben bei Gimp verlinkte Video kam so zunächst auf 41,7 MB.
Etwas groß für einen simplen Screencast.
Zum Schrumpfen auf 28,1 MB half der VLC (VideoLAN Client) Media Player:
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