logo

NetzRose

Gepflegte Linklisten, onlineTermine und Artikel für IT, Freiheit und Genuss.

Raus aus dem digitalen Krieg!


Warum dieser Artikel?

Es findet ein unsichtbarer Kampf statt, auf dem Rücken der User.
Viele Betreiber von Websites und Kanälen der sog. Sozialen Netzwerke sind Handlanger der IT-Giganten wie z.B. Google.
Das fängt an beim Outsourcen von Statistik, Schriften und Fonts bis hin zum Einspielen von Werbung und Negierung versteckter Kosten für User (Daten - Provisionsmöglichkeit).

Wohin uns das Abgeben an Verantwortung für Gesundheit, Bildung und Information gebracht hat, sehen wir dieser Tage.
Je mehr Aufgaben sich Produzenten von Google und Youtube abnehmen lassen, desto mehr sind sie und ihre User BigTech ausgeliefert.

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan ...

Beispiel: Google ignoriert jetzt alternative Blogs und Webseiten.
Das passiert also nicht erst seit "Corona" oder wegen der Zäsur in Sachen Präsidentschaftswahl, USA. Aber es wäre falsch, auf den Bau von Websites zu verzichten, weil man denkt, es lohne sich nicht.

Die Frage ist doch, ob man etwas für Menschen beitragen kann.
Nicht, ob die Arbeit von Internetgiganten gewürdigt wird.

Wenn YT mal wieder mit dem Drahtbesen durchkehrt und Videos sperrt oder Kanäle löscht, dann steht man mit leeren Händen da, falls man sich den vermeintlichen Umweg über eine Webseite gespart hat, zugunsten der bloßen Videoproduktion.
Dann hat man in den SN jeweils selbst schon nur Links zu YT geteilt.
Diese geteilten Links fehlen jetzt zur (Auf)Wertung der eigenen Webseite im Suchmaschinenranking.

Mit der Kanalsperre ist nicht nur die eigene Arbeit weg.
Es ist auch Engagement der User verloren, die solche Postings weiter geteilt und Inhalte diskutiert haben.
Und es kann auch Arbeit von Kollegen dahin sein, die auf ihren Webseiten auf betreffende Videos aufmerksam machten.

Die latente Folge solcher Erfahrungen ist, dass User und Kollegen müde werden, überhaupt noch auf Inhalte hinzuweisen.

Druck auf User nimmt zu, sie

Die Anbieter der Trutzbox zum Schutz der Privatsphäre bieten in ihrem Kompendium (PDF) auf den ersten 80 Seiten einen kompakten Überblick über die unterschiedlichen technischen Gefahren für die Privatsphäre.

Usern wird ungeniert Aufmerksamkeit und Emotion abverlangt für Probleme der Produzenten ("Deplattformierung").
Anbieter benennen ihre Probleme zu den Folgen falsch, reden nicht direkt über Vergütung, sondern nebulös über zu niedrige Userzahlen.

Beispiel SemperVideo

Januar 21 machte die Geschichte um SemperVideo aufmerksam auf das willkürlich wirkende Gebahren von Youtube.

YouTube hatte nach 13 Jahren den Kanal SemperVideo einfach gelöscht.

Interessant im Video "SemperVideo gelöscht und wieder da" bei 12:43 das Argument, warum man nicht auf alternative Plattformen wechseln könne: "Der Großteil - weit über 90%" der User würde nicht folgen.

Wer sagt denn, dass die Zugriffszahlen z.B. bei YouTube real sind?
Ein Großteil derer, die sich auf vServern herum treiben, sind keine Menschen, sondern Crawler, Spider und Bots. Rechnet YT diese Zugriffe heraus? - Wirklich?

Man denkt vielleicht, die Zugriffszahlen wären korrekt, da die Vergütung pro Zugriff doch so exorbitant gering ist.
Erst Dank der enormen Masse kommt aber doch ein kleines Sümmchen heraus, auf das man nicht verzichten möchte.

Diesen Wettlauf gegen nebelige exorbitante Zugriffszahlen können reale User nie gewinnen.

Erfolg unerwünscht?

Erwähnt wird im Semper-Video noch lustlos, dass sogar die Website wieder aktiviert sei "für den Fall der Fälle".

Das ist doch gar keine schlechte Idee! Aber warum so halbherzig?.

Es gibt inzwischen User, die auf andere Suchmaschinen zugreifen. Also ist wichtig, seine Website zu pflegen und ihr treffende Informationen zu spendieren.
Dieses sympathisch Eröffnende "Nur ganz kurz, darum gehts hier ..." - hebt SemperVideos gegenüber anderen Tutorials heraus. Warum also nicht auch als Text?

...


... Fortsetzung

Kalt, kälter, eisig

Google, der Mutterkonzern und Betreiber des Werbenetzwerkes hat natürlich kommerzielle Interessen und kann Webseiten oder Videos puschen oder abwerten.
Mehrfach konnte ich auf YT beobachten, wie Videos erst mit Werbung völlig überfrachtet und später plötzlich gesperrt wurden.

So, wie der Mensch in Politik und Marktwirtschaft zu Humankapital degradiert wird, so dienen Webseiten und Videos nur als Hülle. Nur dazu da, um mit Werbung möbliert zu werden.

Dieser Herabwürdigung sollten sich Produzenten nicht mehr anschließen. Sich ihrer - gegenüber ihren Usern - nicht mehr bedienen.

Verbündete

User wissen, dass Produzenten Anschaffungs- und laufende Kosten haben; dass Kompetenz und Aufwand einer Vergütung bedürfen. Nicht umsonst kennt das Urheberrecht nicht das Honorar für die Idee, sondern für die Umsetzung.

Es wird Zeit, das Vertrauen der User zurück zu gewinnen, damit die Chancen, die sich durch das WWW für die Zivilgesellschaft eröffnen, nicht endgültig verbaut werden.

So, wie aktuell im Corona-Desaster manche Geschäftsleute auf die Nase fallen, da sie sich nicht ihren Kunden und Kollegen zugewandt, sondern nach oben orientiert haben, so könnte es auch vielen Akteuren im Internet gehen, wenn BigTech ihrer überdrüssig wird.

User und Produzenten müssen zueinander finden. Manche Akteure sollten überdenken, ob sie ihre Ansprüche etwas senken könnten.

Es geht sicher mehr Usern so wie mir, dass ich zwar immer wieder etwas Geld überweise, aber trotzdem beim Surfen ständig ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nicht überall etwas da lassen kann.

Leisten wir uns die Freiheit

Vielleicht gibt es einen Initiator, der User und Akteure zusammen bringt. Sich zusammen für eine Art Pauschalabgabe einzusetzen.

Allerdings datenschutzfreundlich und gerecht für alle. Ohne Verwaltungswasserkopf.

Die Menschen sind unterschiedlich und das muss sich im Internet widerspiegeln können.

Wenn wir uns als Menschen nicht wichtig nehmen, könnte man ja gleich Maschinen für Maschinen publizieren lassen - oder? ,-)