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Freiheit contra Telegram


Messengerdienst Telegram am Desctop

Man kann Telegram auch am PC nutzen.
Will man Links zu Telegram normal im Browser aufrufen, setzt man sich ggf. dazwischen ein

/s

Das funktioniert z.B. bei
https://t.me/s/Termine_Veranstaltungen
https://t.me/s/Mitfahrgelegenheiten
Aber bei https://t.me/Unterkuenfte funktioniert es nicht.

Es gibt bei Telegram aber auch eine Desktop-Version zum Downloaden und Installieren, die schneller und handlicher ist, als die reine Browserversion.

Account

Zwar wird eine Handynummer benötigt, aber man kann eine Prepaid-Karte (SIM) nutzen.
Über die Mobilnummer wird der Account-Code per Telefon oder SMS mitgeteilt, danach ist die Erreichbarkeit über diese Nummer nicht mehr zur Telegram-Nutzung nötig. - So dachte ich.

Softwar-Updates kommen öfter vor und gehen ohne Verifizierung vonstatten.
Aber sobald eine neue Software-Version installiert werden muss, braucht man wieder seine Handy-Nummer.
Oder wenn man sein Profil ändert.
Sonst ist die Identität, sind alle Lesezeichen, abonnierten Kanäle etc. weg.

Daher habe ich darauf geachtet, dass niemand sonst die Nummer des dafür genutzten Handys erfährt und es auch in Telegram zu nichts weiter als zur Installation genutzt.

Aufbau

Navigation

In der linken Spalte versameln sich die Kanäle und Gruppen, denen man beigetreten ist.
Klickt man auf einen dieser Kanäle, erscheint im Hauptfenster die Liste der Beiträge ab dem zuletzt gesehenen.

In der linken Spalte wird jeweils dazu angezeigt, wo es wie viele neue Postings gibt.
Entsprechend ändert sich laufend die Reihenfolge

Die wichtigsten Kanäle kann man sich per rechtem Mausklick oben anheften.

Infos bei Telegram wieder finden

Die entsprechende Nachricht speichert man einfach als eigenes Lesezeichen.

Vorgehen bei der Desktop-Version:

In der Linken Spalte ist dann ein Lesezeichenkanal, indem man seine so gesammtelen Infos schnell wieder finden kann.

Telegram beenden am Desktop

Ärgerlich für alle, wenn man mitten in einer Videoaufnahme ist und Telegram nicht beenden kann.

Vor allem dann, wenn man bei den abonnierten Kanälen die akustische Benachrichtigung nicht abgestellt hat.

Normalerweise schließt man ein Programm schnell, indem man mit der Maus auf das x in der Leiste des Programmfensters klickt.
Zumindest bei der Linux-Version ist es so, dass man damit nur die offensichtliche Programm-Oferfläche schließt
Telegram läuft aber im Hintergrund weiter und meldet sich wieder, sobalt in einem der Kanäle ein neues Posting erscheint.

Um Telegram ganz zu beenden, muss man das Icon mit der rechten Maustaste anklicken und dort im Menü auswählen "Telegram beenden". Erst dann hat man Ruhe.

Fazit: Man gewöhnt sich an, Telegram über das Icon abzuschalten.

...


... Fortsetzung

Sicherheit und Prophylaxe

Im Gegensatz zum Fedivers ist Telegram zentral organisiert.

Telegram hat einen Besitzer und auf ihn kann und wird von außen entsprechend Druck ausgeübt.

Beides und mehr nachzulesen im Privacy-Handbuch.

Und kürzlich las man im Kölner Stadtanzeiger, dass die Bundespolizei Sprachnachrichten eines Polizisten in Telegram überprüft. .

Mike Kuketz stellt fest: Telegram: »Sicherheit« gibt es nur auf Anfrage.

Wenn man sich ansieht, wie die Politik mit unseren Grundrechten verfährt, lässt sich nicht mehr kalkulieren, was irgendwann mal überhaupt noch geschrieben und gelesen werden darf.

Daher finde ich wichtig, im Blick zu behalten, wo ich welche Spuren hinterlasse.

Öffentl. Kanäle anonym mitlesen

Von Niklas aus dem Fediverse kommt der Tipp: Man kann öffentliche Telegram-Kanäle auch einfach anonym per RSS-Briddge abonnieren. Dafür braucht man dann gar keinen Account bei Telegram. Niklas ist "einer der Ansprechpartner, was den Service betrifft".

Das ist praktisch, wenn Akteure Telegram-Kanäle betreiben. Außerdem ist mir aufgefallen, dass manche Webseitenbetreiber zwar einen Feed anbieten, aber auf Telegram wesentlich früher über neue Artikel informieren. Also nutze ich dankbar die Möglichkeit der RSS-Briddge:

Wird Datenschutz überbewertet?

Nein, ich habe natürlich nichts zu verbergen. :-) Oder doch?

Mike Kuketz hat zum Überwachungskapitalismus eine interessante Doku-Sammlung zusammengestellt.