logo

NetzRose

Gepflegte Linklisten, onlineTermine und Artikel für IT, Freiheit und Genuss.

Kritik an gebührenpflichtigen Medienanstalten und Konsequenzen


Erste Fake-Beobachtung

1970/71 durfte ich ein Jahr ins Kinderheim Paulinenpflege in Stuttgart Rohr. Lauter 3- und 4Bettzimmer. Einmal sollte ich mich in das hübsche Zimmer der Erzieherin setzen. Für Fernsehaufnahmen. So wurde der Bevölkerung vorgemacht, wie schön wir Heimkinder es hätten.

Das Jahr Kinderheim war für mich tatsächlich das schönste Jahr meiner Kindheit. Das einleitende "durfte" war also ehrlich gemeint. Den Fake des Fernsehsenders habe ich als 12-/13jährige sehr wohl direkt bei den Aufnahmen durchschaut und mir von da an meinen Teil gedacht.
Das heißt, ich wusste seither einfach, dass man Fernsehbildern nicht trauen kann.

Wenn ich das lange Zeit auch hingenommen habe, so nahm mein Unbehagen in den letzten Jahre zu. Mich sorgt, wie durch fehlgeleitete Informationspolitik regelrecht mit Menschenleben gespielt wird beispielsweise beim Thema Dampfen (mit eZigarette) und aktuell zu Corona.

Wenig Service und Mitdenken im Sinne der Zuschauer

Verpackung: Wo sind die Fernsehansagerinnen hin, die einem den nächsten Film ankündigten und vielleicht noch manche Hintergrundinfo dazu gaben? - Beim Radioprogramm kann man eine Anmoderation noch gelegentlich vor einem Hörspiel genießen.

Billige Programmfüller/Zeitfresser: Warum werden keine Icons für Wiederholungen neben dem Senderemblem mehr angezeigt? Wieso überhaupt das halbe Jahr hindurch Wiederholungen, wenn vieles obendrein noch auf anderen Sendern ausgestrahlt wird und in den Mediatheken liegt?

Umweltbelastung: Wieso mussten jahrelang die Akteure mit diesen Kaffee-Pappbechern durch die Unterhaltungsfilme schlendern?

Dickmacher: Muss denn immer noch ständig in den Serien gegessen werden? Die Rosenheim-Cops mögen ja ganz tolle Nichtraucher sein, aber ...

Pharmawerbung: Muss ausgerechnet vor der Tagesschau, wenn viele sich zum Essen nieder setzen, jemand in der Werbung was über Darmprobleme etc. daher reden?

Uns fehlt weiterhin das Recht, die Zusammensetzung der Rundfunkräte in den einzelnen Landesrundfunkanstalten mitzugestalten.

Zuschauer sind so weit weg von der Rundfunkanstalt, wie Bürger von der Regierung. Ähnlich drücken sich Krysztof Daletski mit seiner Tochter aus, wenn sie singen: Fernes Land.

Boris Reitschuster widmet sich anlässlich des Bekanntwerdens, wer vorzeitig ARD-Programmdirektorin wird, einigen Verquickungen von Politik und Presse: Die ARD – eine große Familie Schäubles Tochter wird Programmdirektorin

Medienanstalten kontra Zeitungswesen

Mir ist bis heute der Sinn nicht klar, warum die Sender überhaupt Webseiten betreiben. Denn damit graben sie den Tageszeitungen doch das Wasser ab. Deren Internetpräsenz hatte ich nämlich sehr begrüßt, da sie nun ja weniger Bäume für Papier verbrauchen würden.

Wert unserer Daten

Noch weniger Verständnis habe ich dafür, dass man als Fernsehzuschauer nicht nur auf die Senderwebseite verwiesen, sondern immer wieder zu Facebook geschickt wird.

Wären nicht die Öffentlich-rechtlichen die Richtigen, um zusammen ein deutsches Youtube statt Mediatheken und ein dt. Facebook (FB) zu betreiben mit einem Datenschutz nach deutschem Recht?

Wenn Rundfunkanstalten in Sendungen ihre FB-Accounts für "weitere Infos" bewerben, dann sollten sie sich fürs kräftige Zutragen von Nutzern (und deren Daten) doch ihren Betrieb gefälligst von FB bezahlen lassen und auf den Rundfunkbeitrag verzichten.

...


... Fortsetzung

Selbstbestimmt konsumieren und honorieren

Durch freie Medien fühle ich mich schon lange sehr viel besser informiert und allgemein im Internet sehr gut unterhalten. Beispielsweise Die Macht um Acht (58) „Blind hinter der Kamera!“. Lieber würde ich den Rundfunkbeitrag denen verlässlich und regelmäßig zukommen lassen, die breite Information und Unterhaltung leisten.

Für die Mitte 20 angekündigte Beitragserhöhung der steuerähnlichen Zwangsabgabe habe ich jedenfalls kein Verständnis.

Gefährlich - Zahlungsspielereien

Die zunehmend reale Gefahr, plötzlich Wohnung und/oder Arbeit zu verlieren und unaufhaltsam ins soziale Abseits zu rutschen, lassen einen heute mehr als früher davor zurück schrecken, sich auf juristische Auseinandersetzungen einzulassen, indem man die Zahlung aktiv verweigert.

Spielereien im Rahmen der Beitragszahlungen sind riskant:

"Der Rund­funk­beitrag ist gemäß Rund­funk­beitrags­staats­vertrag (§ 10) unauf­gefordert zu zahlen." Und das kann es in sich haben. Auf deren Webseite heißt es schmeichelnd:

"Das Last­schrift­verfahren ist bequem und bietet die größte Sicher­heit. Ihr Vorteil: Sie müssen keinen Über­weisungs­beleg ausfüllen, sparen Zeit und Kosten und können keine Zahlung übersehen oder falsch tätigen."

Tatsächlich will ich die Bezahlung nicht per SEPA oder Dauerauftrag aus der Hand geben. Aber das korrekte Überweisen hat tatsächlich seine Tücken.

Man muss also vor dem 1. Januar, April, Juli und Oktober überweisen, damit einen die pauschal verschickten Zahlungsaufforderungen nicht durcheinander bringen können.

Tipps, wonach man aus Protest dem Beitrags­service Arbeit macht, indem man mal zu viel oder etwas zu wenig überweist, wären für mich nichts. Denn ich mag keinen unnötigen Papierkram.

Volksentscheid zeichnen

Doch Schweigen ist Zustimmung. Und dagegen kann man durchaus etwas tun.

rundfunk-frei.de

Nach der bisherigen schlechten Informationsvermittlung rund um das Thema Corona bin ich zu rundfunk-frei.de und habe in meinem Bundesland für den Rundfunk-Volksentscheid gezeichnet.

Links

Bei rundfunkfrei.de finden sich weiterführende Links.

Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.

Rundfunkgebühren? No, Sir! bei RA Wilfried Schmitz

Die Webseite von Markus Mähler

Die Libertäre Eule mit 17.000 Demonstranten am Tag der Freiheit und die Tragödie der medialen Deutungshoheit. Zumal dort noch viel mehr Lektüre zur GEZ erscheint.

Arroganz der Sendeanstalten

Bastian Barucker initiiert eine Petition für eine ausgewogene Corona-Sondersendung im Dt. Fernsehen.
Er kämpft um die Annahme der Petition mit 63.000 Unterschriften bei ARD und ZDF.
Bastian beteiligt sich an einer Video-Konferenz
und muss nach langer Wartezeit trotzdem eine negative Entscheidung entgegen nehmen.
Er hat das geahnt und eine zweite Petition gestartet zur Übergabe an unterschiedliche Sendeanstalten, die auch per Rundfunkbetrag finanziert sind.
Hier seine Dokumentation.